Was ist eine Schmuckfarbe 3

 

 

Was ist eine Schmuckfarbe?

 

Aber was ist eine Schmuckfarbe eigentlich? Als ob es für einen nicht Druck Affinen Menschen und Unternehmer nicht schon komplex genug ist, kommt es immer wieder vor, dass seitens des Kunden oder Druckerei nach einer Schmuckfarbe gefragt wird.

Selbstverständlich muss man zugegebenermaßen erwähnen, dass sich unter anderem spätestens hier die Kunden Spreu vom Weizen trennt. Denn bei Schmuckfarben möchten sich viele Leute nicht mehr tiefer damit beschäftigen und wünschen den Druck doch im einfacheren, klassischen CMYK Vierfarbdruck.

Für Marketingabteilungen größerer Firmen, Agenturen oder Druckereien die für bekanntere Marken arbeiten wo das Corporate Design perfekt sein muss, gibt es beim Druck keine Alternativen oder nur mittelfristige Lösungen.
Hier wird der Andruck meist strengsensten kontrolliert und kleinere Abweichungen werden in der Regel sofort neu produziert.

 

 

Eine Schmuckfarbe oder auch Sonderfarbe genannt, ist eine Farbe welche zusätzlich zu den klassischen vier Farben - Vierfarbdruck zusätzlich definiert, angelegt und gedruckt wird.

Beim CMYK Vierfarbdruck wird dagegen mit nur vier Farben Cyan – Helio-Echtbalu, Magenta - Purpurton, Yellow – Gelb und Key – Schwarz, gedruckt.

 

 

Für was benötigt man eine Schmuckfarbe?

 

Ein sehr gutes Beispiel für die Anwendung einer Schmuckfarbe ist „Der Kuß“ von Gustav Klimt aus dem Jahre 1907-1908.
Dieses Gemälde ist nahezu unmöglich reproduzierbar ohne den Einsatz von Schmuckfarben.
Die sehr individuellen Goldeffekte welche Gustav Klimt bei diesem Gemälde verwendete, wären im klassischen Vierfarbdruck für Experten nur wenig zufriedenstellend reproduzierbar.

 

Aber um ein weniger exotisches Beispiel nennen zu können, fast jede größere Firma welchen das Corporate Design sehr wichtig ist, legen einen großen Wert darauf in einer Schmuckfarbe zu drucken. Egal ob Autohersteller, IKEA oder das Ama Gütesiegel. Diese Farben wurden einmal definiert und müssen nun in jedem Land, Bezirk und Ort 1zu1 gleich produziert werden. Egal welche Druckerei nun den Auftrag erfüllen darf, die Schmuckfarbe muss exakt der bereits einmal definierten Schmuckfarbe gleichen.

 

Aber auch kleinere Firmen finden immer öfter gefallen an der Sonderfarbe. Diese garantiert wie oben erwähnt, dass die gedruckte Farbe immer gleich aussieht und somit immer den gewünschten Farbcharakter widerspiegelt welcher gewünscht ist. Hier ein Beispiel einer kleineren Wiener Boutiquengruppe welche sich für den Druck in einer Schmuckfarbe entschieden hat.

 

Mehr über karin kasaj Wien in der neuen Schmuckfarbe

 


Wie definiere ich eine Schmuckfarbe?

 

Der bekannteste Schmuckfarben bzw. Sonderfarben Hersteller den es gibt, ist die Firma Pantone aus New Jersey. Diese Firma fertigt von Jahr zu Jahr immer neue Schmuckfarben welche anschließend im Pantone Matching System erhältlich sind.

Meist Agenturen oder Druckereibetriebe haben diesen Farbfächer lagernd und können diesen auf Wunsch mit dem Werk des Kunden vergleichen und optional sogar Tipps betreffend die Angleichung geben.

 

In der Regel ist es so, dass das Corporate Design an den Farbfächer des Pantone Formular Guide angeglichen wird um entscheiden zu können, welche ähnlichen Farben es gibt, um eine Entscheidung treffen zu können.

Wie wichtig eine Pantone Farbdefiniton ist und warum diese vor allem für Unternehmen sehr wichtig ist, kann man in diesem Artikel lesen.

 

Mehr über PANTONE

 

 

Was ist eine Schmuckfarbe 2

 

 

Vorteile durch den Einsatz von Schmuckfarben

 

Die Definition einer Schmuckfarbe ist meist nicht immer die einfachste aber sobald man weiß welche Sonderfarbe man beispielsweise als Corporate Design wünscht gibt es unzählige Vorteile seitens dieser Farbe.

 

• Weniger Druckkosten, da Fehldrucke vermieden werden können.
• Speziellere und komplexere Druckbilder möglich (Beispielsweise bei Magazinen, Werken von Künstlern etc.)
• Bei Nachproduktionen kommt es zu keinen Farbunterschieden.

 

 

 

Der wichtigste Tipp zum Schluss


Sofern Sie sich von dem Einsatz einer Schmuckfarbe überzeugen können, definieren Sie diese analog per Farbfächer der Hersteller. Auf dem Computer Monitor oder auf dem Druck einen klassischen Tintenstrahl oder Laserdruckers lässt sich unmöglich eine Sonderfarbe definieren. Greifen Sie daher zum Pantone oder HKS Fächer und lassen Sie sich seitens der Agentur oder Druckerei beraten!